Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar. (Paul Klee)
Die künstlerischen Tätigkeiten erfassen den ganzen Menschen, wirken phantasieanregend, harmonisierend und kräftigend. Vom Kindergarten an wird der Umgang mit Farbe und Form gepflegt; hinzu treten in den Epochen- und Fachunterrichten Übungen zu Sprache, Melodie, Klang und Rhythmus. Ab der 1. Klasse werden Musik und Eurythmie in eigenen Fachstunden unterrichtet; jedes Kind lernt Blockflöte, Kinderharfe und das Musizieren im Klassenorchester ab der Mittelstufe, dazu kommen klassenübergreifende Chor- oder Orchesterstunden.
Eurythmie ist eine von Rudolf Steiner geschaffene Ausdrucksform, um Sprache und Musik in der Bewegung sichtbar zu machen. Dieses Fach lehrt, die innere Bewegung und Stimmung, die in Musik und Sprache liegt, zu erkennen und mit dem Körper auszudrücken, es durchzieht die gesamte Schulzeit und bildet körperliche, seelische und geistige Beweglichkeit.
In der Oberstufe ermöglichen die Nachmittagsunterrichte eine künstlerische Vertiefung im Zeichnen, Malen, Plastizieren, Steinbildhauen und Schauspiel.



Die handwerkliche Bildung hat an unserer Schule neben den gedanklich orientierten Fächern eine gleichberechtigte Bedeutung. Sie beginnt bereits in der 1. Klasse mit dem Handarbeitsunterricht. In der Mittelstufe folgen der Gartenbauunterricht in unserem großen Schulgarten, das Werken mit Ton und Holz und der Hauswirtschaftsunterricht. Diese erworbenen Grundfertigkeiten werden dann in der Oberstufe in Nachmittagsunterrichten und in einem Küchenpraktikum vertieft. Hinzu kommen nun als neue Erfahrungsfelder Fächer wie Schmieden und Kupfertreiben, Spinnen, Weben und Schneidern. Die Arbeit am Werkstück kann als ein Stück Selbsterziehung verstanden werden, jedes Material hat spezifische Eigenschaften und verlangt eine eigene Behandlungsweise. Technologisch geprägte Fächer wie eine Einführung in die chemische Laborarbeit, das Buchbinden und praktische Grundlagen der Informatik runden das Unterrichtsangebot ab.

