Die Urteilsfähigkeit muss hingelenkt werden auf die Weltzusammenhänge auf allen Gebieten.
(Rudolf Steiner)

Mit Eintritt in unsere Oberstufe führt ein Betreuer oder eine Betreuerin die Klasse durch die Oberstufe. Das Prinzip des Epochenunterrichts wird fortgeführt, der jetzt von Fachlehrern gegeben wird, die über vertiefte fachspezifische Qualifikationen verfügen. Die Unterrichtsmethode verwandelt sich zu einem immer stärker werdenden eigenen gedanklichen Durchdringen der Unterrichtsgegenstände auf dem Weg zu individueller Urteilsfähigkeit.

Sowohl in den natur- wie auch den geisteswissenschaftlichen Fächern schulen wir methodisch zunächst die präzise, vorurteilsfreie Beobachtung und Beschreibung der Phänomene, bevor Erklärungen und Modelle zum Verstehen erarbeitet oder angeboten werden. So fördern wir ein Denken, das ohne Vorurteile die Welt neu zu entdecken und zu enträtseln sucht. Wir wollen in den Heranwachsenden in dieser Zeit durch Unterrichtsinhalt und -methode Weltinteresse wecken, das sowohl zur Lebenstüchtigkeit als auch zur Bildung von Lebensidealen beiträgt. Die noch unbewusste Suche der Jugendlichen nach der Mitte zwischen Intellektualität und Impulsivität sollen Lehrer bei uns begleiten, die neben ihrer fachlichen Kompetenz Verständnis für ihre Schüler mitbringen und ihnen mit Liebe und Humor begegnen.

Eine große Bedeutung haben die vierwöchigen Praktika und die künstlerisch-handwerklichen Unterrichte, die in zusätzlichen Nachmittagsblöcken gegeben werden. Weiterhin gehört die Teilnahme am Chor oder Orchester der Oberstufe sowie die Projektarbeit und das Klassenspiel in der 12. Klasse zu unserem Programm.